Wie kann ich
"kinderleicht lernen" nutzen?

- WERBUNG - weil ich euch Websites, Blogs oder Produkte verlinke, die ich hilfreich finde

als Elternteil

Hausaufgabensituation verbessern

Hausaufgaben bedeuten bei euch Trödeln, Ermahnen, Streit oder Überforderung?

Dann wirf doch mal einen Blick in die allgemeinen Lerntipps.

Manchmal muss man nur an ein paar Stellschrauben drehen, damit dein Kind wieder motiviert ist, selbständiger arbeiten kann und sich besser konzentriert.

Besprich mit deinem Kind, was du dir anders wünschst und frage es nach seinen Gedanken zu dem Thema.
Oft haben die kleinen Großen schon selbst ein paar Ideen, was sie ändern möchten.

Mache eigene Vorschläge, falls du auf dieser Seite eine hilfreichen Gedanken entdeckst. Und probiert eure Ideen aus.

Vielleicht braucht ein paar Anläufe, bis sich Neuerungen eingespielt haben oder ihr die passende Strategie gefunden habt.

Bleibe geduldig und liebevoll.

Ihr werdet das (Schul-)Kind schon schaukeln!

Wiederholung des Lernstoffs


Häufig empfehlen Grundschullehrer*innen, dass die Kinder verschiedene Inhalte regelmäßig üben. Oder dein Kind schreibt in naher Zukunft einen Test und möchte sich darauf vorbereiten. Vielleicht hast du auch selbst das Gefühl, dass es deinem Kind gut tun würde, bestimmte Themen nochmal zu wiederholen. Oder dein Kind zeigt von sich aus Interesse "tiefer zu gehen"- perfekt!

Zahlreiche Studien zeigen, dass das Wiederholen von Wissen neuronale Verbindungen stärkt. Wissen kann so also leichter, schneller und zuverlässiger abgerufen werden.

Und auch wenn das Wiederholen nicht der einzige Erfolgsfaktor von Lernen ist
(niemals die Freude vergessen!!) und es weitere
Lernstrategien gibt,
lohnt es sich, das Thema im Alltag zu berücksichtigen.

Dabei wurde herausgefunden,
dass es hilfreicher ist, häufiger kurz als seltener lange Zeit zu lernen.

Drum mach dich auf die Suche nach Ideen, wie du immer wieder ganz nebenbei kleine Wiederholungseinheiten für dein Kind in den Alltag einbinden kannst.

Samstag Abend ist Brettspielabend?
Dann schlage doch mal ein
(kostenlos verfügbares) Spiel zum Thema
"Addition im Zahlenraum 100"
vor.

Oder lege ein paar Lieblingscomics ins Auto - so kann jede Fahrt für eine kleine Leseeinheit genutzt werden.

Ihr plant in den Ferien einen Ausflug mit Freuden? Wie wäre es mit einem Ausflug in einen Wildpark, um das frische Wissen zu Waldtieren zu festigen?

Besonders gut ist es übrigens, wenn beim Lernen mehrere Sinne angesprochen werden.

Klar, all das ist zum Teil mit mehr oder weniger Aufwand deinerseits verbunden - wird sich aber auf jeden Fall auszahlen.

(Und: Ganz ehrlich? Stressige Diskussionen, Antreiben und Nörgeln kosten auch Zeit und Nerven.)

neue Inhalte vermitteln


Eigentlich liegt es ja in der Natur des Menschen, Neues lernen zu wollen und neugierig zu sein. Eigentlich.

Leider machen doch viele Eltern die Erfahrung, dass mit der Einschulung dieses natürliche Interesse einen gehörigen Dämpfer bekommt.

Wobei - schau nochmal genau hin. Vermutlich hat sich der Fokus deines Kindes ja nur verschoben.

Während es zur Vorschulzeit vielleicht noch Hefte zum Thema "erste Buchstaben" förmlich verschlungen hat, kannst du es heute eher mit anderen Lernmedien oder Inhalten nutzen.

Nutze gerne jede Interessensbekundung deines Kindes, um Lernen mit Spaß zu ermöglichen.

Es gibt beispielsweise eine Menge toller Lernvideos, Online-Spiele und Apps für "Bildschirmfans", Vorschläge für Schatzsuchen (mit versteckter Matheübung) oder animierende Kreidehüpfspiele für den Sommer.

Oder interessiert sich dein Kind neuerdings für Sportwagen oder Pferderassen? Dann her mit einem kindgerechten Fachbuch - bspw. aus der Bücherei! Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das es gelesen wird. Vermutlich höher als wenn du ihm die Fibel aus der Schule hinlegst... Aber lesen bleibt lesen!

Klick dich gerne durch die Sammlungen nach Jahrgang und Fach und schau,
was genau zu den Interessen deines Kindes passt.

Kinder bleiben neugierig und offen für Neues - WENN sie sich geborgen und entspannt fühlen können. Also: Kein Druck, reines Angebot zum Ausprobieren.

Gehe übrigens immer gerne auf Fragen deines Kindes ein, die über das bereits gelernte Schulwissen hinausgehen!

Vorwissen kann Gold wert sein! Denn: Ein Kind lernt umso leichter (und daher umso lieber!), je eher neue Informationen an bereits gespeicherten "andocken" können.

als pädagogische Fachkraft

Du bist Lehrer*in, arbeitest in der Nachhilfe oder begleitest an anderer Stelle Kinder beim Lernen?

Auch wenn auf dieser Website vorrangig Eltern angesprochen werden, kannst du also pädagogische Fachkraft natürlich ebenso von der gesammelten Vielfalt an Lerntipps- und tricks profitieren.

Klick dich durch, bestimmt ist auch für dich die ein oder andere neue Anregung dabei.

abwechslungsreicher Unterricht

Gehörst du auch zu den Lehrer*innen,
die in ihrem Unterricht auf Abwechslung oder Freiarbeitszeiten setzen?

Dann stöbere doch gerne mal durch deine demnächst anstehenden Lehrthemen.
Ist da etwas Neues für dich dabei?

Bspw. ein Verdopplungs-Bewegungsspiel für die Kinder mit Bewegungsdrang, ein Lernlied zum Thema "Frühblüher"
für auditive Lerntypen oder
ein
Domino zum Thema Uhr/Tageszeiten für eher "schreibfaule" Mäuse?

Bestimmt hast du selbst schon eine ganz Menge im Portfolio und kennst vielleicht auch den ein oder anderen Lehrerblog.

Extratipp:

Hier findest du übrigens eine Übersicht zu einigen tollen Grundschulblogs. Bei manchen musst du eine Lizenz erwerben,
um Materialien nutzen zu dürfen,
andere sind gänzlich kostenfrei.

Ein Hoch auf kollegiale Unterstützung!

Und auf www.eduki.de findest auch wahnsinnig viel Material -
meist gegen Gebühr.

spaßige Hausaufgaben


Meine Jungs haben sich immer gefreut, wenn sie von ihren Lehrerinnen neben oder statt der üblichen Heft- oder Arbeitsblattaufgaben andere Übungen erhalten haben. Wäre das nicht auch was für dich und deine Schüler?

Beispielsweise ein Silben-Würfelbingo zum Ausdrucken, dass die Kinder mit Freunden oder der Familie spielen können?

Oder ein Lesedomino?

Das Basteln eines Merkposters zum Thema Satzglieder oder einer Spurenuhr zum Thema "Tiere im Winter"?

Da Wiederholung und die Möglichkeit zur Fehlerkorrektur wichtig sind,
Motivation und Freude aber noch deutlich wichtiger und mächtiger in Sachen nachhaltig Lernen sind, lohnt es sich immer, über Alternativen nachzudenken.

Elternberatung


Manche Lehrer*innen haben für Eltern eine Übersicht mit weiterführenden Tipps rund ums Thema lernen - allgemein oder auf bestimmte Themen bezogen. Du auch?

Falls nein - wenn du diese Seite als hilfreich einschätzt, gib den Link gerne weiter oder suche dir einzelne Ideen heraus und stell eine Liste zusammen.

Frei nach dem Motto:
"Wenn euer Kind noch etwas mehr machen möchte, ihr auch über die langen Sommerferien ein wenig spielerisch am Ball bleiben möchtet oder euer Kind etwas gezielte Förderung braucht,
probiert mal xy aus."

Vielleicht kommen ja auch einzelne Eltern in deine Sprechstunde und fragen gezielt nach. Gut, wenn du dann
- bspw. mit Hilfe dieser Seite -
schnell eine gute Übersicht zur Hand hast.

als Jugendlicher oder erwachsener Schüler

Du bist auf einer weiterführenden Schule, einer Berufsschule oder studierst? Oder machst als Erwachsener eine Weiterbildung und bist auf der Suche nach Lerntipps?

In den Rubriken Motivation, Organisation , Konzentration und Lernstrategien wirst du bestimmt fündig. Pass die dort gesammelten Ideen einfach gedanklich auf deine Situation an. Viel Spaß dir beim Lernen - der Erfolg kommt dann von ganz allein!

Extratipp: Setze dir wenige, SMARTe Ziele

Na, hast du irgendwo in dieser Vielfalt an Tipps einen Gedanken gefunden, den du ausprobieren möchtest? Oder hast sogar mehrere Ideen entdeckt, die du umsetzen willst? Klasse, das freut mich! Probieren geht ja bekanntlich über studieren. :-)

Dabei ist Folgendes ganz wichtig: Immer einen Schritt nach dem anderen. Konzentriere dich zunächst auf eine Veränderung, die du angehen möchtest, nicht auf 4 gleichzeitig.

Und: Setz dir am besten SMARTe Ziele:

S = spezifisch (Beschreibe das Ziel möglichst genau, gehe ins Detail. Allgemeine Aussagen sind zu schwammig.)

M = messbar (Anhand welcher konkreten Kriterien kannst du feststellen, dass dein Ziel erreicht wurde? Nenne sie.)

A = attraktiv (Dein Ziel sollte dich reizen, dir gefallen. Wenn du mit deinem Kind ein neues Lernziel definieren möchtest, muss das Ziel deinem Kind gefallen! Frei nach dem Motto: Der Wurm an der Angel muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Kläre also mit deinem Kind genau, wofür es sich aus seiner Sicht lohnen kann, etwas zu ändern. Da ist vermutlich - besonders von deiner Seite - etwas Kompromissbereitschaft oder Kreativität nötig. Aber letztendlich steigert das die Erfolgschancen extrem!)

R = realistisch (Dein gesetztes Ziel sollte realistisch sein. Nimm dir kleinere Einzelschritte vor, sei bescheiden und geduldig mit den angestrebten Änderungen. So kannst du Misserfolgen, Enttäuschung und Resignation vorbeugen. Wer seine Ziele erreicht, ist ausßerdem gestärkt für weitere Änderungen!)

T = terminiert (Setzt dir einen Termin fest: Wann möchtest du das Ziel erreicht haben. Dieser Zeitpunkt sollte einerseits zum Ziel an sich passen. Manches kannst du schneller umsetzen, andere Dinge brauchen etwas Zeit. Gut sind Ziele, die in nicht allzu ferner Zukunft, bspw. innerhalb einiger Tage, erreicht werden können.)


Ungünstig formulierte Ziele wäre bspw.:

"Leon soll endlich gute Noten in Mathe schreiben." oder

"Ich möchte, dass wir in Zukunft weniger Stress bei den Hausaufgaben haben."

Schwierig und dafür prädestiniert Frust zu wecken ist dieses letzte Ziel, weil:

  • Was heißt "weniger Stress?" Und wer soll weniger Stress empfinden? Reicht es, wenn das Kind zufrieden ist und die Mutter sich einfach nicht mehr kümmert? Vermutlich nicht. Reicht eine Diskussion weniger pro Woche? Ist das Ziel ab sofort völlige Harmonie?

  • Was heißt in Zukunft? Ab morgen? In 3 Wochen?

  • Ob das Ziel realistisch ist oder nicht hängt ganz stark davon ab, wie die aktuelle Situation aussieht und wie genau die Änderung erreicht werden soll.


SMART formulierte Ziele wären hingegen bspw.:

"Ich möchte mit meinem Kind bis zum kommenden Sonntag einen Vertrag zum Thema Hausaufgaben schließen. Ich werde Lisa fragen, was sie sich von mir wünscht in Bezug auf das Thema Hausaufgaben und ich werde ihr meine Wünsche mitteilen. Gemeinsam werden wir all die Dinge aufschreiben, auf die wir uns einigen können. Dabei sollten von mir nur 1-2 ggf. angepasste Punkte im Vertrag landen, von Lisa gerne mehr - es sind ja ihre Hausaufgaben. Wir werden vereinbaren und aufschreiben, ab wann wir diese Wünsche umsetzen und wann wir uns das nächste Mal zusammensetzen um zu besprechen, was sich geädert hat."

"Ich nehme mir ab kommender Woche Montag 3x wöchentlich mindestens 15 Minuten Zeit, um Moritz eine Geschichte vorzulesen."

"Ich werde Mia in den Sommerferien jede Woche eine spielerische Übung zum 1x1 vorschlagen und sie mit ihr zusammen durchführen."


Und denk dran: Wer neue Wege beschreitet, kann sich auch mal verlaufen oder stolpern.
Gar kein Problem. Teste einfach einen anderen Weg.

Viel Spaß dir und deinem Kind!