allgemeine Lerntipps
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Kann/Darf/Muss Lernen Spaß machen?
Ja! Eindeutig: Ja! Sollte es unbedingt!
Denn nur wenn sich dein Kind beim Lernen in positiver Stimmung befindet und interessiert ist, wird das Gelernte "richtig" im Lernzentrum (Hippocampus) und im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Informationen, die hier abgespeichert sind, helfen deinem Kind, langfristig auch komplexere Probleme lösen zu können und kreative Ansätze zu finden.
Genau das, was du dir als Elternteil für dein Kind wünschst, richtig?
Es soll ja nicht nur Informationen wiederkäuen können, sondern
(auch durch die Schulinhalte) gut auf sein späteres Leben vorbereitet werden.
Was passiert, wenn mit Druck gelernt wird?
Wird hingegen unter Druck mit Frust oder gar Angst gelernt, aktivieren diese Gefühle das Angstzentrum des Gehirns (Amygdala). Das führt dazu, dass dein Kind sich Neues nur schlecht merken kann und wenn überhaupt nur zu ganz einfachen Schussfolgerungen in der Lage ist. Kreativ sein? Um die Ecke denken? Fehlanzeige!
Dazu kommt natürlich, dass das Lernen an sich im Gehirn deines Kindes automatisch recht allgemein mit Angst und Ablehnung verknüpft wird.
Ein Teufelskreis!
Nur: Die wenigsten Schüler verknüpfen wohl die Themen Schule, Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung mit dem Begriff "Spaß". Leider!
Wie kann ich mein Kind unterstützen?
Du möchtest dein Kind dabei unterstützen, wieder Freude am Lernen zu haben? Oder - sich diese Freude zu bewahren? Du wünschst dir viele Aha-Momente für dein Kind? Ein gesundes Selbstbewusstsein - auch in Sachen Schule?
Ganz häufig reichen schon kleinere Änderungen daheim, um das Thema Lernen für dein Kind wieder spaßiger (und damit erfolgreicher!) zu machen. Probier´s aus!
Überleg dir, wie und wann dein Kind aktuell am besten lernt. In Bewegung? Aus Büchern? In Gesellschaft? Abends? Morgens direkt nach dem Aufstehen? Wenn Informationen in Geschichten verpackt sind? Wenn es von niemandem beobachtet wird?
Beobachte dein Kind im Alltag genau - insbesondere dann, wenn es freiwillig lernt. Das muss nicht Mathe sein - es könnte auch um Fußballtricks, Computerspiele, Pferderassen oder Knüpftechniken für Armbänder gehen.
Wann ist dein Kind motiviert? Wann hochkonzentriert? Wann begeistert?
Was genau macht die Ballettlehrerin so besonders? Wie kommt es, dass die "Was ist was"-Hörspiele für dein Kind so interessant sind? Was macht das Minecraft spielen so toll für dein Kind? Was fördert beim stundenlangen Malen die Kreativität deines Kindes?
Kurz: Was genau ist es, das es deinem Kind in diesen freiwilligen Lernsituationen leicht macht, konzentriert zu sein und sich Neues zu merken?
Frage dein Kind gerne, sei neugierig. Jeder Hinweis kann nützlich sein. Denn jeder Aspekt kann sicher an der ein oder anderen Stelle auch in Sachen Schule zum Einsatz kommen. Tipp: Mache die dazu ein paar Notizen.
Dann schaue je nach Klasse und Fach die bunte Sammlung an Lernideen durch. Suche dir aus, was zu deinem Kind, zu euren Zeitplänen und eurem Budget passt. Und biete es deinem Kind an. Wichtig: Kein Zwang! Es geht ums Ausprobieren, ums Testen - sonst ist der ganze Spaß-Effekt ja dahin. :-)
Kennst du bspw. schon die Lernlieder zu verliebten Zahlen?
Oder das Kartenspiel zum Lernen verschiedener Wortarten?
Und wusstest du, dass man bei der Bundesbank kostenlos Spielgeld bestellen kann?
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer 1x1-Schatzsuche?
Oder einem selbstgebastelten Merkposter zum Thema Satzglieder?
Wenn du das Gefühl hast, eine andere Art der Darbietung ist noch nicht ausreichend, oder nicht das Richtige, guck in den nächsten Abschnitt: Sicherlich findest du den ein oder anderen hilfreichen Gedanken in den allgemeinen Tipps zu den Themen Motivation, Organisation, Konzentration und Aufmerksamkeit und Lernstrategien hilfreich.
Ich wünsch dir viel Spaß beim Stöbern
und deinem Kind viel Spaß beim Lernen!
Allgemeine Lerntipps nach Kategorien
Ich habe alles probiert -
was, wenn es immernoch nicht besser ist?
was, wenn es immernoch nicht besser ist?
Du hast schon Vieles mit deinem Kind ausprobiert, siehst aber dennoch immer noch keine Besserung?
Manchmal ist es so, dass man selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht- dann lass dich beraten!
Oft hilft ein Blick von außen, um den Knoten zu finden und platzen zu lassen. Sprich also gerne mit der Lehrkraft deines Kindes. Tausch dich mit anderen Eltern aus. Oder kontaktiere einen Kinder- und Jugendcoach, einen Lerntherapeuten oder eine der vielen kostenlosen (Erziehungs-/Familien-)Beratungsstellen.
Oder hast du das dringende Gefühl, dein Kind könnte an einem tieferliegenden Problem leiden? Bspw. an (Cyber-)Mobbing, einer
Lese-Rechtschreibschwäche oder einer Aufmerksamkeitsstörung? Oder gibt es bei euch familiäre Probleme wie Beziehungsstress zwischen den Eltern, Streit mit den Schwiegereltern oder finanzielle Sorgen? Die sich vielleicht trotz deiner Bemühungen, sie von deinem Kind fernzuhalten, negativ auswirken?
Auf zum Experten! Ein Therapeut kann dir eine fundierte Einschätzung und hilfreiche Tipps geben!
Übrigens: Auch eine Hochbegabung kann im Schulalltag zu Verhaltensauffälligkeiten, Motivationstiefs und am langen Ende zu schlechten Noten führen. Und sie wird leider erstaunlich häufig fälschlicherweise als AD(H)S eingestuft! Nicht nur von Laien, auch von Lehrkräften oder Kinderärzt*innen! Man muss sich nämlich schon sehr genau mit den Erscheinungsbildern und den teils feinen aber grundlegenden Unterschieden auskennen. Also: Ab zum Experten - bspw. zu einem dieser Kolleg*innen.