
Sorge für eine angenehme Stimmung.
Der Botenstoff Dopamin sorgt bei uns Menschen dafür, dass wir uns besser steuern und konzentrieren können. Macht uns etwas Spaß, schüttet unser Körper mehr Dopamin aus und wir bleiben ganz automatisch bei der Sache. Was aber, wenn wir uns mit etwas Langweiligem befassen müssen?
Was, wenn wir eine uns lästige Aufgabe erledigen sollen, unter unangenehmem Druck arbeiten müssen und (von innen heraus) unmotiviert sind? Dann fehlt uns diese Extraladung Dopamin. Wir sind leichter ablenkbar, die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Das alles gilt sowohl für das erwachsene Gehirn als auch für das Gehirn deines Kindes.
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Und: Durch bloßes „Zusammenreißen“ und sich Zwingen schüttet der Körper auch kein Dopamin aus. Klar, der Wille, etwas tun zu wollen, kann auch viel bewegen. Es kostet aber eine Menge (!) Kraft, wenn die innere Motivation fehlt. Wenn die Tätigkeit dem Menschen nicht an sich Spaß macht oder reizt. Und: Stell dir den Willen wie einen Muskel vor. Dieser Muskel ist trainierbar. Dass ein Kind aber in der Regel weniger „Muskelkraft“ hat als ein Erwachsener, ist schnell einleuchtend, richtig? Und: In der Schule verbraucht dein Kind vermutlich viel (!) von dieser Muskelkraft. Es muss sich viel „zusammenreißen“: still sein, sitzen bleiben, Aufgaben erledigen, die es wenig reizen, Kompromisse mit anderen Kindern schließen, hübsch schreiben, und und und. Dann ist im Zweifel einfach keine weitere Kraft mehr da für das ungeliebte Gedicht oder die schwierigen Matheaufgaben.
Wir fassen also zusammen: Es kann sein, dass dein Kind im Moment keine Lust hat, das Gedicht auswendig zu lernen, das laut Hausaufgabenheft aber Ende der Woche sitzen soll. Was tun?
a) Wenn gerade keine Lust auf das Gedicht da ist, warte mit deinem Kind auf einen besseren Moment, auf bessere Stimmung. Vielleicht ist es gerade erschöpft, hatte einen anstrengenden Vormittag in der Schule, ist frustriert, weil es im Judo nicht so geklappt hat, hat einen Streit mit der besten Freundin hinter sich oder nach den herausfordernden Matheaufgaben gerade keine Kraft mehr. der „Willens-Muskel“ deines Kindes hat sich ausgepowert. Und braucht nun eine Pause von Dingen, die Willenskraft fordern. Erholung. Zeit, nur das tun und lassen zu können, was Spaß macht und gefällt. Wartet ab. Stimmungen ändern sich. Seid aufmerksam und nutzt einen glücklichen Moment ohne Zeitdruck.
b) Sorgt aktiv für bessere Stimmung, das steigert die Motivation. Entweder vor der Lernphase oder du sorgst für einen kleinen Motivationsschub beim Lernen selbst. Legt eine Kitzelpause ein. Lest ein Kapitel im aktuellen Lieblingsbuch. Lerne mit deinem Kind gemeinsam. Werft euch beim Lernen der Gedichtverse einen Ball zu. Geht zum Lernen nach draußen. Oder, oder. Was gut tut, hängt von deinem Kind ab. Und seiner Tagesform. Frage dein Kind, gib ihm etwas Zeit zum Überlegen oder probiert Verschiedenes aus.
Du wirst sehen, so klappt es auch wieder mit der Aufmerksamkeit und der Konzentration.
















